#1

Gedicht

in Bloghütte 04.09.2017 12:18
von wehnuss • 166 Beiträge

Blues

Die dicke Wolkendecke
Dämpft das Morgenlicht

Viel Mühe
Muss der Tag sich geben
Damit er wird
Was ihn bestimmt

Ich weine
Die Tränen wäscht der Regen fort
Der aus den grauen Matten fällt
Unendlich kalt
Und wenig tröstend

Ich singe gegen an
Nicht schön zwar
Doch voll Mut

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#2

RE: Gedicht

in Bloghütte 04.09.2017 15:22
von magentis • 622 Beiträge
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#3

RE: Gedicht

in Bloghütte 04.09.2017 17:14
von Mete • 186 Beiträge

Behalte Deinen Mut, wehnuss! Und wenn Du auch meinst, Dein Singen wäre nicht gut - es wird seine Aufgabe erfüllen. Dir wird die Seele bissel leichter; und vielleicht stimmt ja ein froher Morgenvogel ein und übernimmt Teile der Melodie...

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#4

RE: Gedicht

in Bloghütte 04.09.2017 18:55
von Klara • 106 Beiträge

Hm, mir fehlen die Worte, liebe wehnuss, und ich habe lange überlegt.
In den Augenblicken, wenn uns das Traurigsein heimsucht, ist jeder Mensch für sich allein. Trauer kann man nicht teilen, denn wenn es so wäre, würden wir nicht in Tränen ausbrechen, nicht in Melancholie verfallen, das Leben wäre viel leichter.

Aber, die Sonne schafft es immer wieder, die dunklen Wolken wegzuschieben…

Danke für deine Gedichte…

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#5

RE: Gedicht

in Bloghütte 05.09.2017 11:34
von wehnuss • 166 Beiträge

Ihr Lieben allesamt!
Dieses Gedicht fiel mir gerade in die Hände! Ich schrieb es im November 2009. Ja, manchmal muss man sich gestehen, dass es nicht leicht ist, mit diesem besch...eidenen Leben fertig zu werden! Ihr habt Recht! Dieser alte Spruch "Und wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwie ein Lichtlein her!" (oder so ähnlich!) enthält viel Wahres! Nein. Ich lasse mich nicht unterkriegen!
Vor ein paar Tagen erhielt ich Post aus Jena. Man wollte mich und meinen Partner in eine Studie einbauen, in der es um die psychologische Verarbeitung von Unfällen und ihren Folgen geht. Ich rief an und sagte ab, weil mein Partner mit seinem Pflegegrad 4 nun keine Auskunft mehr über mein Innenleben geben kann. Die junge Dame am anderen Ende der Leitung und ich, wir unterhielten uns angeregt. Als ich ihr erzählte, dass ich eine Reihe von kleinen Geschichten über meine Existenz auf der Intensivstation usw. geschrieben habe, fiel sie aus allen Wolken!
"Genau das streben wir an mit unseren Patienten! Sie sollen lernen, ihre Eindrücke schriftlich zu verarbeiten! Nein", meinte sie abschließend, "Sie sind wirklich völlig ungeeignet für unsere Studie!"
Seht ihr, das sind meine Erfolgserlebnisse!

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#6

RE: Gedicht

in Bloghütte 11.09.2017 15:04
von Mete • 186 Beiträge

Es mussten ein paar Tage vergehen, liebe Wehnuss, dass ich den Mut finde, Dir auf Deine Information zu antworten. Den Hieb, der Dich und Deinen Partner getroffen hat, musst Du nun alleine verarbeiten und hast mit Deinem Schreiben einen Weg gefunden, Dich dem zu stellen. In einer solchen Situation gibt es keinen Trost, gibt es einfach nur Mitgefühl und von mir auch größte Hochachtung. Lass Dir danken für Dein Vertrauen in uns recht unbekannte Leute. Ich bin sicher, dass mit mir die Wenigen, die noch hier anzutreffen sind, an Dich denken. Bitte lass weiter von Dir hören. Bis bald mal wieder...

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