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  • Manchmal passiert es mir noch.
    Manchmal schaltet sich einfach das Autoradio mit in meinen Arbeitsalltag ein.
    So wie früher.
    Heute nicht mehr. Beim Fahren bleibt es ruhig. Aus.
    Aber manchmal passiert es mir noch. Im Stehen.
    Zum Beispiel gestern.
    Mit meiner Kollegin.
    Sie fror.
    Dabei herrschte doch meine Wohlfühltemperatur. Knapp 17 Grad.
    In der Sonne.
    Nun ja, ich bin kein Maßstab.
    Und kein Unmensch.
    Und wir haben Standheizung im Dienstauto.
    Und es war Mittagspause.
    Als ich den Zündschlüssel drehte, dreht sich gewissermaßen auch das Radio an.
    Und automatisch hatten wir den MDR in unserer Mittagspause.
    Es schmeckte nicht.
    Das lag an den Köchen.
    Dieselben, die seit mindestens zwei Jahren wässrige Suppen und falsche Hasen kochen.
    Mit dümmlicher Einfalt.
    Jedenfalls versicherten sich mal wieder ein Moderatorenschauspieler (es könnte auch eines der anderen Geschlechter gewesen sein) und ein Expertendarsteller (es könnte auch eines der anderen Geschlechter gewesen sein): Haltung.
    Nämlich ihre. Also die des MDR.
    Die ganz offizielle Linie.
    Linientreue wurde den Ossis mal wieder bescheinigt.
    Die rote Vergangenheit als rote Linie, die in die Gegenwart führt.
    Und dazu, warum nun alle den Braunen zuzuordnen sind.
    Nämlich alle, die nicht Frau Merkel zujubeln.
    Oder eben zu laut.
    Während die Dame den neuen Vier-Jahres-Plan verkündet.
    Naja, es gibt für die braven Mitgänger der Einheitspartei ja auch was Schönes zum Wohlfühlen.
    Ein begehbares Parteiprogramm.
    Hier:
    http://www.achgut.com/artikel/ein_besuch...sialand_der_cdu
    oder hier:
    http://cicero.de/innenpolitik/fedidwgugl...entspannen-kann

    Unsere Zukunft also.
    Dabei ist die längst zu besichtigen. Im ZDF zum Beispiel.
    Auch so ein öffentlich-linkischer Sender, meint ihr?
    Ach was.
    Das ZDF ist voll systemkritisch. Da kommen noch ganz fragwürdige Beiträge, die so gar nicht auf Linie sind.
    Waren.
    Waren. Die Zeiten ändern sich.
    Sie werden bunter.
    Es fängt aber ganz rein und weiß an. Mit weißen Kopftüchern.
    Ach ja, der folgende Beitrag ist natürlich längst nicht mehr aktuell.
    https://www.youtube.com/watch?v=7ttutdbLRZ8

    Der ist aus dem Jahre 1 vor 2015. Und naja, aus Großbritannien.
    Das kann man selbstverständlich nicht auf dieses Land beziehen.
    Also dieses hier.
    Wie hieß es noch…?
    Ausland. Auslandsjournal. Gibt`s in Zukunft gar nicht mehr. Wird alles Inland.
    Jedenfalls war das ZDF am 2.7. 2014 noch nicht auf dem neuesten Stand.
    Also noch nicht ganz und gar auf Linie.
    Aber das ZDF hat sich natürlich in die Reihe der Kandidaten der Nationalen Front eingruppiert.
    Immerhin sind solche Schund- und Schmutzbeiträge in der Mediathek des Zweiten nicht mehr einsortiert.
    Tja, wer sich nicht nahtlos einfügt, fliegt raus.
    Der Westen braucht nur etwas länger, um den Großen Plan zu erfüllen.
    Die heißen ja nicht umsonst: Zweites Fernsehen.
    Die sehen eben nicht alles besser.
    Die brauchen erst die umerzogenen unerzogenen Ossis, diese undankbaren braunen Gesellen.

  • Schöne neue WeltDatum10.09.2017 11:43
    Thema von Wassermann im Forum Bloghütte
  • SeptemberDatum03.09.2017 21:16
    Thema von Wassermann im Forum Bloghütte

    September

    Der September -
    bei Lichte besehen
    unter den Monden der nachsichtigste;
    leichtsinnlich und versonnen,
    vielleicht auch ein wenig versponnen,
    gelassen gutmütig verrinnt ihm die Jahreszeit
    unwiederbringlich
    zwischen den Stühlen
    sitzt er
    durch seine Finger eigener Hände
    schreibt er
    Laissez-faire
    über sein Tagebuch. Und darunter:
    Es ist wie es war. Ich muss nichts mehr beweisen, die reguläre Sommerspielzeit ist in die ewigen Jagdgründe der Statistik eingegangen. In der Nachspielzeit brennt nichts mehr an. Der Sommer sammelt seine Versprechungen und Verheißungen ein und wringt sich die letzten warmen Tage ab. Heute war einer der gezählten.
    Von abends bis morgens werden die Schatten länger und von morgens bis abends die Gelegenheiten gelegentlicher. Die letzte Gelegenheit: Schon bald.
    Ausgezählt. Was zählt danach noch?
    Fragt doch
    Einer?
    Nein keiner.

    Der September
    blickt in mildem Licht zurück,
    dorthin,
    wo die Bilder des Sommers
    unsortiert zuhauf
    auf
    unaufgeräumten Tischen liegen,
    zwischen eingetrocknetem Schaum
    und all den Hinterbliebenen. Erinnerungskrümeln.
    Bezahlte Rechnungen flattern auf und
    davon.
    Hin und weg gehen die Gedanken
    fremd
    im eigenen Garten.
    Eben
    noch ausgeträumt.
    Und das Blau versinkt kontemplativ
    und betrinkt sich an
    nichts
    als Hoffnung und an
    und für sich.
    Selbst die Luft
    wiegt mich
    in schönem Schein,
    so schön könnt es sein.
    Im Augenblick
    in deine
    du Eine
    In tiefstehender Sonne ein Seufzer.
    So tief.
    Wäre da nicht der Konjunktiv.

  • Wahl-ScheinDatum20.08.2017 13:46

    Ein Wahl-Schein. Also nur der Schein einer Wahl.

    Lieber magentis und…

    und falls es sonst noch Hinterbliebene einer grauen Vergangenheit gibt, die innerhalb der nächsten 34 Tage noch mal hier rein schauen.

    Die Zukunft könnte bunter werden.
    Wir könnten sogar ein buntes Wunder erleben.
    Falls nicht gerade ein Atomkrieg dazwischen blitzt.

    https://www.welt.de/wirtschaft/article16...hutzbunker.html

    Es tut mir leid. Das ging zu weit, ich weiß.

    Also wir fangen noch mal von vorne an:

    Lieber magentis und…
    liebe sonstige noch länger hier Lesende!

    (in Worten: mete, wehnuss, klara, printmaker, wolo, ernst und die sieben Zwerge…)

    Jetzt hätte ich fast geschrieben: Liebe Zurückgebliebene!

    Aber das wäre selbstverständlich diskriminierend gewesen.
    Irgendeine Gruppe diskriminiert man (in Worten: Mann) ja immer… aber ich will wenigstens nicht schon mit der Anrede die Netzwerkdurchsetzer und Gender*Ie*nen auf den Plan rufen.

    Sondern nur Euch, die Ihr noch hier seid.
    Also nicht geflüchtet, migriert, ausgewandert oder einfach nur nichts wie weg aus dem Kuckucksnest.
    Diesem hier.
    Ich bin leider auch kein Überflieger.
    Ich kann nur aus der Perspektive meines bescheidenen Horizontes sprechen. (Seit grauer Vorzeit wünsche ich mir ein Turmzimmerchen mit Erkerfensterchen. Muss kein Elfenbeinturm sein.)
    Jedoch…

    Verständlich, dass keiner mehr durchsieht bei all dem, was unübersehbar undurchsichtig durchgesetzt wird.
    Nein, es bestehen keine Zweifel mehr, die ganzen Verschwörungstheorien haben sich längst erledigt.

    Also: Sind erledigt worden.
    Eine davon besagt ja, dass die Durchschnittsbevölkerung Europas noch durchschnittlicher werden soll. Das soll durch quantitativen Zugang und qualitativen Abgang erreicht werden.

    Und ist es ja auch.
    Das haben wir so gut wie geschafft.
    Der Intelligenzquotient (in Worten: Iekuh) der Durchschnittsträgheitsmasse hat die erste Nullstelle bereits passiert und nähert sich täglich im drei- bis dunkelziffrigen Bereich dem Sollwert.

    Ich spreche von Wir alle.
    Von uns also.

    Der Sollwert liegt in der Normalverteilung des ganz normalen Schwachsinns.
    D.h., das Niveau derer, die zukünftig gut und gerne schlecht und unrecht
    sich auf den verbleibenden Quadratkilometern herumdrücken werden,
    wird hoch genug für Dienstleistungen (in Worten: Zuträger und –hälter) und unbezahlte Praktika sein.

    Und niedrig genug, um dumm genug immer das Gleiche weiter zu wählen.
    Also immer Dieselben. Als hätten die nichts mit dem zu tun, was in Kürze dieses Land in einen goldenen Schein tauchen wird.
    Nämlich den des Sonnenuntergangs.
    Im Westen.
    Das ist mehr als logisch. Das ist sogar ein Bauchgefühl.

    Aber schauen wir lieber nach vorn.

    Und weil das alles nicht so leicht und für eine Randgruppe ewig Zweifelnder gar nicht zu verstehen ist, was die Po-Elite (in Worten: die aussitzenden Ärsche) in zunehmendem Narzissmus mit diesem Land, diesem hier, in dem wir gut und gerne lebten, geschehen lässt, nein: Macht!, habe ich Euch, die Ihr noch in der Alten Kultur und Sprache abhängt und die komplexen Zusammenhänge in der großen bunten Welt nicht versteht, so wie diesen Schachtelsatz auch nicht, diesen hier, den ich mit der vollen Absicht verpacke, Euch zu beweisen, wie kompliziert das Gestrige war und Ihr von Gestern seid und dass es also wunderbare Gründe gibt, das alles abzuschaffen und nur ein paar einfache Hauptsätze noch zuzulassen, habe ich also Euch, die Ihr alle keine Ahnung von Absichten und Zusammenhängen habt, hier das aktuelle Regierungsprogramm der CDU/CSU für die Zukunft schon heute besorgt.

    Ihr müsst es nur noch lesen. Ich würde es notfalls auch in einem Seniorenheim vorlesen.
    Das sollte klappen, denn es ist in Leichter Sprache verfasst.
    Und zwar in sehr leichter. In quasi dünnflüssiger.
    So eine Art Wortdurchfall.

    Wenn Ihr beim Lesen einen zunehmenden Brechreiz und Schwindelgefühl verspürt, so ist das schon alles richtig.
    Das hat mit dem starken Abfall des Iekus zu tun.
    Proportional schießt der Blutdruck hoch, zu hoch, und fällt schlagartig ins Reich des Glaubens.
    (Man glaubt, das kann doch alles nicht wahr sein!)

    Es ist aber schon wahr und nur so, dass das Blut nicht mehr bis zum Gehirn kommt.
    Das macht jedoch nichts. Im Gegenteil.
    Da bleibt dann viel Platz fürs Wasser. (in Worten: Gehirnwäsche).

    Was ich damit sagen will:
    Vorsorgehalber: Gar nichts.
    Ich weiß, Ihr haltet das für einen meiner üblichen Quatschbeiträge. Satire und so.

    Nicht witzig, würde eine Bigotte sagen.
    Von mir aus.

    Aber das hier ist alles andere als Satire:

    https://www.cdu.de/system/tdf/media/doku...ion_item&id=809

    Wenn Ihr damit einverstanden seid, dann könnt Ihr wählen. In 34 Tagen.
    Und zwar alle für Eine.

    Die anderen Kandidaten der Einheitspartei 2.0 haben sich übrigens der Meinung der Vorschreiber angeschlossen.
    In einfachen Hauptsätzen, damit nichts schiefgeht.
    Eine für Alle!

    Nur ohne mich.

  • Unbeschreiblich.Datum13.08.2017 09:58

    Zum Nichtwahlkampf. Ich habe nichts zu sagen. Und zu schreiben?

    Beobachtet:
    Beobachten lohnt sich. Nicht.
    Nachdenken bewegt. Nichts.
    Vordenken war gestern.
    Gedankenkreisel haben keinen einzigen Fluchtpunkt.
    Nur unendlich viele.
    Im Unendlichen.
    Rechts und links relativieren sich im unendlichen Weltraum unendlich.
    Wir sind begrenzt.
    Wir sind scheinbar.
    Wir sind anscheinend.
    Wir sind unbegrenzt. Naiv.
    Kreisen um unseren Mittelpunkt.
    Immer größere Kreise.
    Ziehen sich. Nicht. Von. Selbst.
    Bewusst ohnmächtig.
    Abgezirkelt das Muster.
    Überschaubar der Horizont. Am Tellerrand.
    Seh´n wir noch mal drüber hinweg. Und noch mal. Und…
    Die nächste Periode.
    Seht ihr – es geht uns über-mäßig.
    Die Beletage feiert. Sich.
    Die Guten in den Himmel.
    Gehoben.
    Die Massen stehen außerhalb allgemein phantasievoller Aussichten.
    Dafür braucht man keine Phantasie.
    Im Keller des Hauses stapeln sich die Gummiboote.
    Wo? Im Keller?
    Die Rücksendung verzögert sich bis auf.
    Weiterhin kommt ohne Papiere.
    Niemand mehr raus.
    Wir schaffen das.
    Abschaffen. Das Wachstum wächst ins Uferlose.
    Ihr Loser an den Ecken und Kanten da unten.
    Hier läuft es rund. Wie geschmiert in allen Teilen.
    Teilt.
    Da unten.
    Kassandra steht auf dem Listenplatz.
    Ganz unten hinten.
    Das wird nichts mehr.
    Die Sitzung wird vertagt.
    Das Band ist zu Ende
    Und schreiben?
    Lohnt sich immer.
    Weniger.

  • Was lest Ihr gerade?Datum12.08.2017 18:13
    Foren-Beitrag von Wassermann im Thema

    Klara, das ist gut.
    Ich meine, das Buch ist gut. Und gut, dass Du das gelesen hast.
    Den Mann namens Ove hat nämlich mein Sohn auch gut gefunden.
    Sehr gut sogar.
    Gut also, dass auch er das Buch bereits gelesen hat.
    Ich bin auch froh, dass ich das Buch gelesen habe.
    Zwar (noch) nicht den "Ove".
    Aber das andere.
    Soviel ich weiß, das bisher einzige.
    Also nein. Den bisher einzigen Roman, wollte ich sagen.
    Also nein. Nicht den einzigen, den ich bisher gelesen habe.
    Sondern den einzigen, den Nathan Englander bisher geschrieben hat.
    Was schade ist. Denn für mich ist er ein ganz außergewöhnlicher Schreiber.
    Von Kurzgeschichten. Die so heißen wie zum Beispiel: "Zur Linderung außergewöhnlichen Verlangens".
    Beim Lesen verlangte es mich sehr wohl nach mehr als diesen Kurzgeschichten.
    Es verlangte mich nach einem ganzen Roman mit diesem jüdischen Humor und dieser so unsentimentalen Melancholie und Traurigkeit.
    Anfangs tat ich mich ein bisschen schwer mit dem besonderen Fall des Romans.
    Dann aber wurde ich plötzlich abgeholt.
    "Das Ministerium für besondere Fälle" hat es nie gegeben.
    Und ich habe hier niemals etwas darüber geschrieben.
    Ich kann mich an nichts erinnern.
    Aber es hat ja auch niemand etwas von mir wissen wollen.

  • Artikel-Titel: Keiner. Ohne. Nichts. von WassermannDatum12.08.2017 17:33
    Blog-Kommentar

    Es gibt diese alten Bäume, die inmitten des viel jüngeren "Gemüses" stehen.
    Sie haben all die Jahrhunderte durch-ge-standen.
    Wind und Wetter haben an ihnen gezerrt und genagt.
    Hätten sie ein Gedächtnis, könnten sie sehr viel erzählen.
    Aber vielleicht haben sie ja eines.
    Ich bin sogar sicher, dass sie eines haben.
    Und ich bin ebenso überzeugt davon, dass sie erzählen.
    Wenn der Wind durch die Blätter streicht, dann kann man die alten Geschichten hören.
    Und wenn man sich ins Moos setzt, unten auf die dicken Wurzeln, dann hört man nicht nur das Flüstern des Laubes.
    Sondern sogar sich selber flüstern...
    Und man hört sich selber zu.
    Das ist etwas sehr Stilles, Besonderes.
    Sie sind nicht wie alle anderen, die alten Bäume.
    Erhabenheit - das ist ein altertümliches Wort.
    Und ein schönes ist es auch.

    Ich stelle mir gerade vor, dass unser Bus unter einem großen alten Baum steht.
    Manchmal kommt ein Mensch vorbei, eine Frau oder ein Mann.
    Und wundert sich ein bisschen.
    Über den Bus, der so verlassen scheint.
    Mit all diesen seltsam anmutenden Fotos aus anderen Jahres- und Menschenzeiten.
    Und ist doch froh, sich ein wenig ausruhen zu können.
    Und hört die alten Geschichten und lässt auch etwas da.
    Etwas, das nicht zu bezahlen ist.
    Wer weiß, was das alles zu bedeuten hat. In einer Zeit, aus der alles Bedeutende heraus zu fallen scheint.
    Aber wenn es nur einer Einzigen oder einem Einzigen etwas bedeutet, dann kann das schon viel bedeuten.
    Etwa so viel, wie ein einzelner alter Baum auf weiter Flur...

  • Film für 2Datum31.07.2017 22:04
    Thema von Wassermann im Forum Bloghütte

    ...Personen.
    Ist da der Filmvorführer schon eingerechnet?
    Gut, sagen wir für 3. Den Filmvorführer, eine Zuschauerin und einen Zuschauer.
    Eine Frau und einen Mann.
    Eine Liebesgeschichte... so steht in der Beschreibung.
    Ich sah viel mehr darin.
    Aber...
    Seht selbst... ihr Zwei.

    https://www.youtube.com/watch?v=DLCgUEEwtmY

  • "Die Welt...Datum16.07.2017 18:47
    Foren-Beitrag von Wassermann im Thema
  • Artikel-Titel: Keiner. Ohne. Nichts. von WassermannDatum13.07.2017 19:12
    Blog-Kommentar

    Jaja, ich weiß, Internetforen sind längst „out“.
    Und was hätte das mit uns zu tun??
    Gehabt?

    Als ich im Januar diesen - bewusst etwas altmodischen - Bus mit offenen Türen an eine Endhaltestelle fuhr…
    …da standen da noch ein paar verstörte, orientierungslose, möglicherweise auch einsame Menschen an dieser Plattform, die man gerade platt gemacht hatte.
    Da war es gerade 3 Tage her, dass das mF-Forum abgeschaltet worden war und die „Insassen“ mit klebriger Danksagung rauskomplimentiert und der Empfehlung konfrontiert, doch die „sozialen Medien“ zu nutzen.
    Besser gesagt, sich von diesen benutzen zu lassen.
    Naja, Das Radio hat uns auch nur benutzt.
    Ich höre inzwischen den Sender: Aus.
    Einer der Gründe, einen solchen „Bus vorzufahren“, war für mich, damit Menschen einen „gemeinsamen Ort“ anzubieten, einen Ort, an dem sie miteinander –reden-, denken und, im schönsten Fall, auch fühlen könnten.
    Auch ersatzweise für die fehlenden Möglichkeiten im „richtigen Leben“.
    Nüchtern ausgedrückt: Das zu ermöglichen, was Mete oder Wehnuss u.a. immer mal erkennen ließen: Eine „Verbindung nach außerhalb“.
    Das war nur einer der Gründe für mich, aber ein wichtiger. Daran denkend, habe ich weiter gedacht: Es gibt auch jetzt, wo dieser Bus keinen Treibstoff mehr hat, keinen Grund, ihn zu verschrotten.
    Mag er doch einfach da stehen und offen bleiben und jede® rein gehen und sich ausruhen, einen Zettel hinterlassen.
    Oder auch nur einen Seufzer.
    Oder eine flammende Rede halten oder ein Plädoyer.
    Oder einen Film empfehlen oder ein Buch.
    Oder sich selbst.
    Was auch immer.
    Ich werde ihn also einfach Wurzeln schlagen lassen.
    Bis irgendwann Gras über ihn gewachsen ist.
    Solange kann er als überdachte gemeinsame Sitzbank zum Schwatzen und Schweigen verwendet werden.
    Ja?
    PS:
    Magentis, nun habe ich deinen Kommentar noch 2mal gelesen und weiß trotzdem nicht so recht, was du eigentlich damit sagen willst.
    Dass wir auf Englisch miteinander Artigkeiten austauschen sollen, damit sich nur ja keine Widersprüche und Konflikte auftun?
    Dass wir über Zitronenlimo und Zucker und Zimt (Milchreis ist übrigens das verlässlichste Brechmittel für mich) zahnlose Zustandsbeschreibungen abgeben, die die Welt nicht braucht?
    Dass wir uns besser aus allem Kritischen, Kritikwürdigen, Katastrophalen raus und uns ein Brett vors sonnige Gemüt halten, damit ja kein Kontrastprogramm zum schönen Schein erscheint?
    Dass wir die Rollos runterziehen, uns vor den virtuellen Fenstern des Internets was vormachen und nur ja nicht über das sprechen – was uns betrifft…!? WAS UNS BETRIFFT.
    ?
    Dass wir keine gegensätzlichen Meinungen über Wesentliches und Relevantes äußern, weil das die kuschlige, aber stickige Innenluft im Bus nur aufheizte?
    Dass wir schließlich ersticken? An uns selbst und dem Unausgesprochenen, dem Abgeklemmten?
    Meinst du nicht auch, dass wir sowieso schon viel zu wenig über Politik sprechen (nicht das leere Gequatsche der Talkshows meine ich.
    Dass wir seit Jahren verkümmern, verlernen, uns konstruktiv zu streiten und ehrlich mit der Realität auseinander zu setzen? Dass wir keine Streitkultur mehr haben, nicht mal die, die sich auf der guten Seite wähnen?
    Dass lechts und rinks zwei besinnungslos richtungslose Worthülsen sind?
    Mag es verständlich sein, dass die Leute sich ins Private zurückziehen und sich verschließen: Die Einen, weil sie die andere Meinung nicht aushalten, die Anderen, weil sie resignieren.
    Mag es verstehbar sein – aber gut ist es ist nicht. Ganz schlecht sogar.
    Nicht gut für uns alle. Es wird der Tag kommen, an dem wir uns fragen werden, wie wir es soweit haben kommen lassen können.
    Wir sitzen nicht im Zuschauerraum. Dies ist kein Film, nicht mal der falsche.
    Wir sitzen in einem Boot. Und halten den Mund, wo wir nicht mal gefragt werden.
    Wir sind feige und bequem.
    Mag sein, dass ich unbequem bin.
    Aber ich halte das nicht aus.
    Im Boot zu sitzen und über die Farbe der Sitzkissen zu informieren.
    Um ja nichts zu riskieren. Nichts Neues zu probieren.
    Auf die Spießer schimpfen, während man vorm Spiegel steht.
    Angestrengt nach unten zu gucken, um nur ja nicht über den Bootsrand blicken zu müssen.
    Obwohl man das Tosen des Wasserfalles längst nicht mehr überhören kann.

  • Artikel-Titel: Keiner. Ohne. Nichts.Datum09.07.2017 12:56
    Blog-Artikel von Wassermann

    Gestern Abend, es war längst dunkel, fiel ein Schuss.
    Ein einzelner lauter Knall, der zwischen den Häuserwänden hin und her prallte...
    ... um schließlich direkt in mich einzudringen.
    Er durchfuhr mich und blieb in meinem Unterbewusstsein hängen.
    Wo er auch jetzt noch sein muss, unerreichbar für meine Hände.
    Die es nicht schaffen, ihn zu begreifen.

    Ich lag wach und hörte mein Herz, wie es sich aufgewühlt durch meine Ohren pumpte.
    Ich dachte daran, dass an Schlaf nicht zu denken wäre und dachte also an den Schuss.
    Und ging in Gedanken durch die leeren Straßen und über die schweigenden Plätze.
    Und den Schienen nach, die schon bald im Pflaster versickerten...
    ...zusammen mit dem Regen, der mit dünnem Schimmer die Spuren verwischte.
    Meine.
    Die in meine Kindheit führten.
    Aber das machte nichts, das war nicht schlimm, im Gegenteil, ich kannte mich aus, ich hatte meine innere Karte.
    Ein paar Pfützen hätte ich mir gewünscht.
    Kleine Seen, in denen sich die Gesichter der alten Häuser so schmucklos und schön widerspiegelten.
    Und einen sanften, zärtlichen Wind hätte ich mir gewünscht.
    Der ein altes Kinoplakat noch einmal aufleben ließe oder eines der dünnen Programmheftchen für 20 Pfennige.
    Das Titania, das ehemalige. Ich erkannte es auf einem der Bilder.
    Es war eines dieser alten Kinos, die immer in den alten Filmen gezeigt wurden.
    Und das es nicht mehr gibt.
    Manchmal warf ein einzelnes Auto einen diffusen Schatten und ein flüchtiges Geräusch in meine Nachdenklichkeit.
    Und dann war es wieder ganz still um mich.
    Und das blieb es.
    Bis ein zweiter Schuss fiel und dann noch ein dritter.
    Das letzte Bild der Vergangenheit wich getroffen der Gegenwart, fiel in sich zusammen.
    Und die stummen Monde der Straßenlaternen standen plötzlich über meinem Kopf.
    Dort explodierten sie und prasselten knisternd in meinen Zustand.
    Der bis dahin in der Schwebe hing, irgendwo über meiner Schwere.
    Erleichtert trat das Wort Feuerwerk über meine Lippen.
    Und enttäuscht trat ich aus meinem Traum heraus.
    Und ich ging wieder in mich hinein.
    Und stand am Fenster.
    Und sah, dass der letzte Zug schon abgefahren war…


    Nun ist es passiert.
    Ich habe etwas geschrieben. Das passierte schon oft.
    Eine Kolumne. Ja, auch so etwas passierte schon oft bei mir.
    Ich bin damit aber nicht zum Bus gegangen. Nun ja.
    Ich habe sie unverlangt abgeschickt. Sagt man doch so, oder…

    Ich hatte nicht vor, noch einmal in den Bus zu steigen.
    Der mit leerem Tank und leerem Fahrgastraum irgendwo auf der Strecke geblieben ist.
    Bis gestern, da sah ich die Bilder.
    Die stillen Bilder der Straßen und Plätze und Häuser, die mir so vertraut sind.
    Das nächtliche Eisenach war wie eine Reise in die Kindheit. Meine.
    Dafür möchte ich Dir danke sagen, magentis.
    Es berührte mich unter der Haut und stimmte mich versöhnlich und ruhig.
    Nach all dem, was Du immer als Zeitvertreib beschriebst.
    Ich weiß schon, dass es nicht diese schmalen wie schalen Wortgruppen waren, wie sonst.
    Die die MitfahrerInnen mehr und mehr vertrieben.
    Nein, das war nur Deine ART zu beweisen, dass ein Internet-Forum nichts weiter ist.
    Als eine fade Buchstabentütensuppe.
    Nicht mehr wert als die leere Plapperei im ganz normalen Wahnsinn auch.
    Mit dem Wort Mehrwert kann ich wenig anfangen, konnte ich noch nie.
    Mir hätte schon gereicht, wir hätten es mit mehr als Leerwert versucht.
    Nein, ich möchte nicht ungerecht oder gar bitter sein…
    Es gab manchen Beitragenden, der etwas schenkte, was die Zeit nicht vertrieb…
    ...sondern blieb. Und das wird bleiben.
    Schon das war es wert.
    Dafür möchte ich den wenigen Mitreisenden, die es versuchten, danken.
    Aber nun geht es nicht weiter.
    Jedenfalls nicht für mich. Nicht hier.
    Denn ich konnte mich zuletzt nicht mehr motivieren, hier noch etwas zu schreiben.
    Immer kam das Wort wozu hinzu.
    Und stand hinter jedem Satz und ließ keinen Platz für... ja was?
    Warum?

    Ich möchte mich jedoch noch verabschieden, ich habe das schließlich angefangen mit dem Bus.
    Ob ich ihn noch zum Schrottplatz fahren soll oder besser einfach an dieser Stelle stehen lassen für die letzten Mitreisenden, das weiß ich nicht.
    Das mit dem Bus war ein Versuch und auch, wenn er nur wenige Monate unterwegs war...
    ...war er es mir wert.
    Über die Gründe dafür, dass die Leute ausstiegen, hat sich keine® geäußert.
    Wir leben in einer Zeit des Verstummens. Wir reden nicht mehr miteinander.
    Das war bereits im alten Figaro-Forum zu erkennen, das hat sich in diesem kleinen Kreis hier nur fortgesetzt.
    Es ist nur ein Spiegelbild der Gesellschaft.
    Und nein, so ein Forum über Sinn und Sinne (damit verbindet sich doch der Kulturbegriff, oder?) kann nicht unpolitisch sein, wenn es einen Wert, einen Sinn und Zweck haben soll.
    Dieses Land wird sich verändern, hieß es.
    Wie sehr es sich schon verändert hat und ob das besser oder schlechter ist, das wird jede® für sich selbst anders empfinden.
    Die Bilder von Zerstörung, Sinnlosigkeit und Gewalt – zuletzt aus Hamburg – sind 1000fach im Netz zu sehen. Ich ersparte sie mir.
    Dafür möchte ich euch zum Abschluss noch dies zeigen.

    https://www.youtube.com/watch?v=ZV99jp897Cw

    Auf diesen Bildern ist (auch) zu sehen, dass sehr viele Menschen nichts sehen.
    Nichts.
    Während sie essen und trinken und gehen und filmen…

    Ich wünsche euch eine gute Reise…
    Wassermann

  • Zum MäusemelkenDatum09.06.2017 09:21
    Foren-Beitrag von Wassermann im Thema

    ...Ich habe gerade den gestern vergessenen link zum Vortrag von Prof. Mausfeld eingefügt.

    https://www.youtube.com/watch?v=-hItt4cE0Pk

  • Zum MäusemelkenDatum08.06.2017 11:18

    Dies ist ein journalistischer Anschlag.
    Umstritten und unstrittig.
    Abgehängt und drangehängt.
    Neoschizophren und kafkaffin.


    Zunächst eine Entführung aus dem Keller.

    blog.html

    Raus aus dem fabelhaften Mäuseland!
    Abgeduckt auf den Boden der Tatsachen!

    Na, meine Herren - Experten auf dem Feld der Mäuse seid ihr anscheinend nicht.
    Damit ihr mal was lernt über die Zusammenhänge der Welt der Saugertiere:
    Gebe ich euch eine Vorlesung zum Abhören.
    Winkt nicht ab!
    Auch, wenn ihr meint, das alles schon zu kennen, lohnt es sich, die immerhin gut hundert Minuten mal ruhig zuzuhören.
    Also ruhig mal anhören, was der rechtspopulistische, alte, weiße, umstrittene Mann, aber anerkannte Experte auf dem Feld der Mäuse, also der Fachmann für unterwandernde Gedanken… Prof. Rainer Mausfeld abzugeben hat.

    https://www.youtube.com/watch?v=-hItt4cE0Pk

    Es geht übrigens langsam, strichweise zerstreut, jedoch gut verständlich zu.
    Das erwähne ich für jene Geschlechter, die sich bisher noch nicht angesprochen fühlten.

    Meine Herren, wie immer unterstelle ich euren gescheiterten Hintergrunderhellungsbemühungsversuchen aber nur gute Absichten. Und schiebe eure ehrenwerten, wie verzweifelten Erklärungsversuche für das Verhalten von Mäusen in Massen (unter experimentellen Haltungsabsichten) darauf, dass ihr euch auch nicht wirklich auskennt.
    In Haltungsschäden.
    Und in Katzen.
    Hinein äh… denken könnt. Also nicht.
    Ganz einfach, weil ihr keine Katzen seid, nicht mal ansatzweise.
    Ein Kater macht noch keine Katzenfraktion.
    Euch fehlt eben die gesunde Portion Egoschmeidigkeit, schätze ich. Wahrscheinlich könnten unsere ExpertInnen viel besser analysieren, was sich unter dickem Fell verbirgt.
    Sie sind aber gerade einkaufen.

    Augenscheinlich ist, dass die Geschichte über die Mäuse und Katzen zwar von einem kanadischen Kommukater geschrieben wurde, aber universell für jedes Revier auf der Globalkarte gilt.
    Für fast jedes.
    Ein Revier fällt allerdings auf.
    Bald aus.
    Es ist anders als die anderen zurückgebliebenen Reviere.
    Wie immer.
    Es ist immer besser.
    Immer immer immer.
    Es ist das D-Revier. Das Revier der D-Mäuse.
    Die D-Läuse sind D-Mäuse, die zum D-Schwein werden, sobald sie auf D-Lands Autobahnen auffahren.
    Beschrieb ein aus unverständlichen Gründen nicht genannt sein wollender B-Obachter dieses d-mliche Volk.
    Bereits seit mindestens 10 Jahren wird darüber die Standarddurchschnittsmassenmaus in einschlägig vorbestraften, zweifelhaften und selbsterklärend umstrittenen Anschlägen an virtuelle Litfaßsäulen aufgehetzt zum Denken.
    Wenigstens hinterher. Zum Nachdenken.

    http://urbs.de/texte/change.htm?07kom12.htm

    Aber 10 Jahre danach ist die Bilanz bezüglich der Standardabweichung des Durchschnittsintelligenzquotienten nichts. Nichts für ungut.

    http://www.achgut.com/artikel/weiter_so_...st_gut_genossen

    Das ist ja alles nur der übliche schlechte Kram, der uns (in Worten: WIR) selbstverständich nicht passt.
    Und gegen das auf demokratisch gebürstete Katzenfell gestrichen am letzten Ende vorbei geht.

    Genossen sind sowieso vorbelastet. Hüben wie drüben.
    Und nun?

    Nun kann ich so ja nicht aufhören.
    Nicht so ungut.
    Deshalb habe ich zum Schluss noch einen Artikel, den ich gut finde.
    Zumindest nicht schlecht. Wichtig.
    Denn er sagt, abgesehen von der immer vorhandenen Ergänzungsbedürftigkeit (Stichwort Eigenverantwortung u.a.) sehr viel über die psycho-logische Verfassung des WIR aus.
    Apropos Verfassung. Wir haben keine.
    In welcher WIR sind und warum, das findet ihr hier in diesem Befund:

    https://www.tichyseinblick.de/gastbeitra...r-gesellschaft/

    Rezeptfrei nur für Patienten aus den D. -ländern.

    Die mit dem O vor der PLZ zahlen ungefragt ungebührlich.

  • "Unser Flüchtling"Datum03.06.2017 11:40
    Foren-Beitrag von Wassermann im Thema

    Hier ein Ausschnitt aus Kommentaren zum ganz normalen Wahnsinn.
    Gewissermaßen ein flüchtiges Schlaglicht auf alle Tage - Alltag.
    (alles im Original, unbearbeitet also)

    Rene L.

    Hier haben wir eine Gruppe junger Berufsschüler, die davon überzeugt ist moralisch absolut richtig zu handeln. Fast die gesamte Schülerschaft setzt sich für einen Mitschüler ein. Eigentlich eine tolle Sache. Aber machen Sie das wirklich für den Afghanen oder doch eher um ihre moralische "Überlegenheit" (eher Überheblichkeit) zu demonstrieren?

    Für diese Schüler zählen keine Fakten oder Beschlüsse, allein ihre Indoktrination lässt diese jungen Leute glauben absolut richtig zu handeln. Für sie wird auch die sehr bedenkliche Drohung, die der Afghane ausgesprochen hat, immer eine Lüge sein. Sowas können sich die Berufsschüler nicht vorstellen. Schon allein, weil dass bedeuten würde das Sie dem falschen geholfen und unterstützt hätten.
    Für mich ist klar was mit dem Afgahnen passieren SOLLTE, der gehört schnellstens zurück nach Afghanistan. Aber ich weiß nicht wie man mit den Schülern umgehen soll. Durch ihre Erziehung, bestimmt auch ihre Lehrer und ihr einheitliches Umfeld, glauben Sie das einzig richtige getan zu haben. Auch Menschen mit einer solchen Einstellung sollten lernen das eigene Verhalten immer wieder neu zu hinterfragen.

    Domfalknerin


    Abgesehen davon, dass man nicht weiß, wieviele "Brüder" unter den Berufsschülern waren, die ihrem Mitschüler zur Seite standen, sind es eben junge Leute und da fehlen einfach die Erfahrungshintergründe, um Dinge im Zusammenhang einzupordnen. Ich denke, mit 18 Jahren wäre ich genauso empört gewesen und hätte das nicht verstanden, hätte wahrscheinlich genauso ob dieser "Ungerechtigkeit" und überhaupt dem "martialen" Aufmarsch von Uniformierten protestiert (freilich ohne die Polizei mit Ziegelsteinen zu bewerfen), die da kommen und diesen "armen" Mitschüler aus dem Unterricht abholt, um ihn abzuschieben. Ja, und selbst die Aussage, er käme wieder "um Deutsche in die Luft zu sprengen" hätte mir weniger zu denken gegeben, wäre doch entschuldbar gewesen, schließlich war er doch in einem emotionalen Ausnahmezustand, der Arme, nicht wahr? Mit mehr Lebenserfahrung und besserer Menschenkenntnis ausgestattet sehe ich das heute aber (leiderß) anders.


    Jakob B.


    "(leider )anders."

    Ähh, meinten Sie nicht "(zum Glück) anders ?

    Domfalknerin


    @Jakob B.: Nein, (leider) anders. Ich erinnere mich nämlich noch sehr gut an das sehr schöne Gefühl jugendlicher Ideale, durch das man die Welt sieht, als einen Ort, wo eigentlich doch alle nur glücklich sein und in Frieden zusammenleben wollen und alle Menschen im Grunde gut sind. Und natürlich steht man selbst auf der Seite des Guten und ist auch selbst ein guter Mensch, ein sehr guter Mensch sogar. Ein großartiges Gefühl! Heute weiß ich, dass wirklich alle Menschen glücklich sein wollen, nur leider verstehen manche Menschen darunter, dass sie alles für sich haben und andere beherrschen wollen und ihnen gleich ist, ob diese dabei leben, leiden oder sterben, ja manche haben sogar Freude daran, anderen Leid zuzufügen. Ja, und dann stellt man noch mit der Zeit fest, dass man selbst auch gar kein so guter Mensch ist, wie man immer dachte. Man hat genauso Fehler gemacht, anderen wissentlich oder unwissentlich Unrecht getan und sie verletzt, ist genauso schwach und egoistisch, ängstlich und kleinmütig und genauso in den eigenen Vorstellungen gefangen, wie alle anderen auch. Beides - der Abschied vom lichten Bild der Welt und vom lichten Eigenbild ist schmerzhaft. Deshalb "leider".


    Gleichzeitig frage ich mich (nicht mehr), warum ausgerechnet eine nepalesische Schülerin mit Familie abgeschoben wird.
    Weil sie keine AdvoCard hat? Weil sie nicht dem richtigen Kulturbeutel zugehörig ist? Weil sie nicht so viel Probleme macht beim Zurücksenden?
    Oder vielleicht, weil damit genau gegenteilige Emotionen befördert werden. Sollen.
    ?

  • Die unmenschliche DimensionDatum01.06.2017 19:50

    oder:
    Der Verlust der Schönheit


    F.
    Fuck.
    Das denken die meisten der wenigsten, die das lesen.
    Nein.
    Fakten, meine ich.

    • Deutschland ist eines der dicht besiedelten Flächenländer.

    • „Etwa 46 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsflächen sind versiegelt, das heißt bebaut, betoniert, asphaltiert, gepflastert oder
    anderweitig befestigt. Damit gehen wichtige Bodenfunktionen, vor allem die Wasserdurchlässigkeit und die Bodenfruchtbarkeit,
    verloren. Mit der Ausweitung der Siedlungs- und Verkehrsflächen nimmt auch die Bodenversiegelung zu.“
    http://www.umweltbundesamt.de/daten/bode...lung#textpart-1

    https://de.statista.com/statistik/daten/...ch-deutschland/

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ökolo...ußabdruck

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/im...t-15035467.html

    „Die Schönheit muss lange im Auge des Betrachters gelegen haben. Ehe sie leise ging.“ (W.)

    Untot, so nennt man das doch, oder?
    Egal, ich frage mich nicht, warum.
    Kein P.
    Kein hartes P.
    Ein weiches.
    P.
    Psychogeographie. Schon mal gehört?
    Sicher nicht.
    Aber gefühlt vielleicht.

    Ich jedenfalls.
    Hätte, wäre, könnte, würde…
    Ich hätte das studiert.
    Das wäre mein Ding gewesen.
    Ich könnte viel darüber schreiben.
    Würde sich aber nicht lohnen.
    Wegen: Untot.

    Dieser Ort ist psychogeographisch untot.
    Also noch nicht ganz tot.
    Ein paar leben noch zwischen schönen Momenten und Marmeladen.
    Immerhin.

    Also kein hartes P.
    Wie Politik.
    Darauf reagieren die Untoten im besten Fall: Gar nicht.
    Im anderen Fall aggressiv.
    Schon klar.
    Kassandra.
    K.
    Zu kompliziert.

    Und wir treiben gerade so schön in der Strömung.
    Wie immer.
    Nichts Neues. Bleibt lange.
    Dann ist schon wieder alles neu.
    Das Alte?
    Ach, vergessen.
    Was kommt nach untot?
    Das Alte.

    Also gut. Kein hartes P.
    Reden wir über ein weiches.
    Thema.
    Bau. Das ist ja so ein bisschen K.
    Kultur.
    Das kann alles bedeuten.
    Und nichts.
    Ist das noch K? Korrekt?
    Das Wort Kultur?
    Und P?

    Was soll´s. Ich wollte nicht fragen.
    Jedenfalls: Nicht direkt.
    Ich müsste über K schreiben.
    Und P. Nein B.
    Und E. Wie Ende.
    Das Ende aller Bau-Kultur.

    Hoffentlich wirft mir jetzt niemand vor, dass ich doch über P schreibe.
    Indirekt.

    Ach was.
    Hat wahrscheinlich gar keiner gelesen.
    Und wenn schon – dann nicht verstanden.

    Egal.

    Nicht egal - dies hier noch:
    Ein Text, der mir aus der Seele spricht.
    Deshalb möchte ich ihn nicht allein für mich behalten.
    Ich fand darin viele meiner Empfindungen, sogar meiner Worte.

    Die „menschliche Dimension“ der Orte.
    Genau das hatte ich gemeint. Früher.
    Also hätte.

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/a...eht-weiter.html

  • Kurzgeschichten und GedichteDatum16.05.2017 18:19
    Foren-Beitrag von Wassermann im Thema

    Dann sind wir uns wohl schon einige Male begegnet, Mete... und haben uns gegenseitig das Lächeln geschenkt.
    Du mir deines und ich dir meines.
    Und morgen tauschen wir wieder...

    Vorace, wer soll Dir denn den Verstand absprechen können?
    Wofür solltest Du um Vergebung bitten?

  • Kurzgeschichten und GedichteDatum15.05.2017 19:49
    Foren-Beitrag von Wassermann im Thema

    So

    unverrück

    bar

    jeglichen

    Verstandes

    stand

    es

    ist

    zum

    Verrückt

    werden

    so.

  • Kurzgeschichten und GedichteDatum07.05.2017 19:09
    Foren-Beitrag von Wassermann im Thema

    Schöne Töne summen
    und brummen
    in den Zeilen
    und es krabbelt derweilen
    von unten bis o…ho...hoben
    in die sprossenden Spitzen
    bis in die letzten Ritzen
    bis zum höchsten
    der Gefühle und ergibt ein herrliches
    Gewühle
    unten drunter.
    Du weißt, wie man auf federleicht
    geeicht,
    das Kribbeln weiterreicht.

    Mit feiner Feder kannst Du ebenso gut umgehen wie mit tropfendem Pinsel,
    das ergibt ein beschwingtes Schrift-Bild
    und herrlich grün-gelb-gute Laune!

  • Foren-Beitrag von Wassermann im Thema

    Für Mete.
    Nein, für alle.
    Einer für alle.
    https://www.youtube.com/watch?v=5Pehgij2ams

  • Foren-Beitrag von Wassermann im Thema

    Klasse, Wolo.
    Ganz klassisch, die Herren.
    Darf ich noch sagen, dass mir Männerstimmen, wenn sie wohlsortiert in der Horde erklingen, meist mehr unter die Haut gehen, als die weiblichen Töne?
    Ich meine: Darf man das sagen, als Mann?
    Mehr als relativierend möchte ich aber gleich hinzu setzen, dass das nur für die Töne gilt. Bei den restlichen 98,7 % sinnlicher Möglichkeiten, die im Spannungsfeld zwischen Frau und Mann liegen, bevorzuge ich doch XX...
    Und weil Mete gerade aus einer zweiten klassischen Ecke kam, mache ich nun noch eine ganz ganz andere Ecke auf, wo natürlich eine Frau und ein Mann dabei ist und es um außergewöhnliche Fingerspiele geht.
    Ganz klassisch auch das.
    https://www.youtube.com/watch?v=aawwpS7-s0I

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